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Mehrfachnutzung: nachhaltig und regional

Leider ein häufiger Anblick: Am Wegrand oder auf dem Gehweg liegt eine weggeworfene Einwegmaske. Das muss nicht so sein. Hygieneprodukte aus Textilien und anderen flexiblen Materialien können mehrfach genutzt werden. Experten haben dazu geeignete und zertifizierte Verfahren entwickelt.

August 2020

Der Deutsche Textilreinigungs-Verband (DTV) wirbt auch in der aktuellen Pandemie für textile Mehrwegprodukte: „Mehrweg und Kreislaufprodukte sind auch in Corona-Zeiten das Gebot der Stunde. Professionell gepflegte, hygienisch aufbereitete und wiederverwendbare Textilien belasten die Umwelt weit weniger als Einwegprodukte und erfüllen die gleichen Hygieneanforderungen“, so Andreas Schumacher, Geschäftsführer des DTV. Textildienstleister sind seit jeher Experten bei der hygienischen Aufbereitung von textilen Produkten und verwenden dafür zertifizierte Verfahren. Zu ihrem Produktportfolio gehören Mehrweg-Schutztextilien wie z.B. OP-Textilien und -Masken oder Schutzausrüstung, Tisch-, Bett- und Frottierwäsche und nicht zuletzt die Stoffhandtuchspender oder auch Mund-Nase-Masken. Mehrwegtextilien können bis zu hundertmal eingesetzt und wiederverwertet werden.

In Zeiten knapper Ressourcen und unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit kann es auch Sinn machen, Einwegartikel mehrfach zu nutzen und hygienisch aufzubereiten. Eine österreichische Arbeitsgruppe um Ortner Reinraumtechnik und die TU Graz entwickelte ein Konzept zur Dekontamination von Schutzbekleidung und Schutzartikeln. Die Reinraumtechniker sind von Haus aus Experten auf dem Gebiet der Dekontamination von schädlichen Mikroorganismen und Viren. Untersucht und als wirksam eingestuft hat die Arbeitsgruppe sowohl die Begasung mit Wasserstoffperoxid  ̶  ein Stoff, der nach dem Einsatz in Wasser und Sauerstoff zerfällt  ̶  als auch die Bestrahlung mit dem besonders kurzwelligen UVc-Licht.

Ein ausgeklügeltes Logistiksystem macht eine lokale Versorgung möglich, dessen Zentrum ein Containersystem zur Desinfizierung mit einer vorgelagerten Ein- und einer nachgelagerten Ausschleusszone ist. Der Container kann beispielsweise direkt vor einem Krankenhaus aufgestellt werden. Weitere Lösungen zum Kampf gegen das neuartige Coronavirus zeigt die Fachmesse Cleanzone am 18. + 19. November 2020 in Frankfurt am Main.

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Weitere Informationen:

www.dtv-deutschland.org

www.cleanzone.messefrankfurt.com

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